Pferd und Grasland

von Dr. Renate Vanselow

 

39,90 €

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Produktinformationen

Verlust der Artenvielfalt, Insektensterben und Bienensterben schrecken uns auf. Wohlstandserkrankungen greifen um sich. Viele Pferde dürfen heute nicht ins Gras, weil es sie krank macht.

 

Dabei waren Weidelandschaften jahrtausendelang eine naturnahe Lebensgrundlage: Europas Ökosysteme entsprachen ursprünglich vielfach denen Afrikas. Pferde gehören als große Weidetiere seit Jahrmillionen in eine artenreiche Weidelandschaft.

 

Schon vor hundert Jahren waren grundsätzliche Ursachen des Artensterbens im Grasland bekannt. Doch die Ernährung der Bevölkerung, die noch immer unter den Folgen des Ersten Weltkriegs litt, war wichtiger. Alternative Möglichkeiten wurden verworfen – obwohl führende Hippologen wie Oberinspektor A. Bürger, Leiter des Preußischen Hauptgestüts Vollblutgestüt Altefeld, bereits damals warnten, dass „manche seuchenartig auftretende Krankheiten ... sich vielleicht auf allzu einseitige Ernährung gründen“.

 

Monokulturen und Ackergrasland nehmen rasant zu. Die weltweit wichtigsten Wirtschaftsgräser können unter bestimmten Umständen Gifte enthalten und werden dann in ihrer Gefährlichkeit auf eine Stufe mit dem Jakobs-Kreuzkraut gestellt. Gräsergifte reduzieren Artenvielfalt direkt. Der Weg vom Wildgras über das Supergras zum Super-Ungras ist kurz.

 

Diplombiologin Dr. Renate Vanselow zeigt Zusammenhänge auf und gibt Hoffnung. Mögliche Wege in die Zukunft werden vorgestellt. Es gibt nicht die eine, einfache Lösung für alle Probleme, sondern verschiedene Lösungsansätze und Kompromisse. Das Buch ist ein dringender Appell, unserer Umwelt, unseren Tieren und uns selbst zu helfen, indem wir uns bemühen, unser aller Nahrungsgrundlage zu bewahren – jetzt.

 

Zur Autorin:

Dr. Renate Vanselow, Jahrgang 1965, ist Diplom-Biologin, Fachgebiet Ökophysiologie. Sie hält seit über 40 Jahren Pferde und befasst sich als Autorin von Büchern und Artikeln seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Weidesysteme. Bisher von ihr erschienen sind unter anderem Artenvielfalt auf der Pferdeweide, Süßgräserfibel für Pferdehalter, Giftige Gräser auf Pferdeweiden oder Pferdeweide – Weidelandschaft.

In diesem Kompendium Pferd und Grasland legt sie umfassend und auf neuestem wissenschaftlichen Stand die aktuelle Problematik rund um die Pferdeweide dar.

  • Hardcover, 24 cm x 17 cm
  • 264 Seiten
  • zahlreiche Fotos, Abbildungen & Tabellen

31.3.2020,  Studie belegt:

Giftiges Gras-Saatgut für Pferdeweiden im Handel


Neue Studie bestätigt die Ergebnisse der jahrelangen Forschungen der Biologin  Dr. Renate Vanselows zum Thema „Gifte in Gräsern“ .

 

Am 31. März 2020 veröffentlichte das Wissenschafts-Journal microorganisms den Artikel „Endophyten-Infektionsrate und Alkaloid-Gehalt in handelsüblichen Grassaatmischungen in Europe“, einer internationalen Wissenschaftlergruppe um Professor Dr. Jochen Krauss, Leiter des Lehrstuhls für Tierökologie und Tropenbiologie an der Universität Würzburg.1)

Kostenloser Download:https://www.mdpi.com/2076-2607/8/4/498

 

Von 24 untersuchten Saatgutproben wurden von drei unabhängigen Laboren in sechs Proben Pilzgifte nachgewiesen (25 %), in vier sogar in einer Konzentration, die teilweise weit über den Grenzwerten liegen, die für Pferde zulässig sind. 15 Prozent sind demnach mit gesundheitsschädigenden Pilzgiften (Endophyten) extrem stark belastet! Darunter befinden sich laut Studie u.a. Saatgutmischungen der Firmen Raiffeisen, Rudloff und UFA. Die eher zufällige Auswahl der Proben lässt vermuten, dass auch Saatmischungen anderer Hersteller und Anbieter betroffen sein dürften.
Um so bedenklicher ist es, dass sich unter den besonders betroffenen Grasmischungen auch solche befinden, die von den Anbietern extra für Pferdeweiden empfohlen werden!

 

Die Studie warnt vor allem vor Weide-Grasmischungen, die Deutsches Weidelgras enthalten und appelliert an die Hersteller, ihre Produkte auf Endopyhtenbelastung hin zu untersuchen, bevor sie in den Handel gelangen und ihre Kunden über mögliche Belastungen zu informieren.

 

Die Biologin Dr. Vanselow war in der Vergangenheit selbst in Wissenschaftskreisen wegen ihrer Forschung und ihrer Theorien zu Pilzgiften in Gräsern häufig kritisiert  worden und das Thema wurde lange Zeit „unter den Teppich gekehrt“. Mit der Veröffentlichung ihres Buches „Pferd und Grasland“ beim STARKE PFERDE-Verlag in Lemgo hat sie im letzten Jahr eine Lawine losgetreten, die offenbar nicht mehr aufzuhalten ist.2)

 

Besonders vor dem Hintergrund der Trockenschäden der letzten Jahre und der aktuellen Empfehlungen zur Nachsaat, sollten die Ergebnisse und Folgerungen aus der Studie unbedingt Berücksichtigung finden! Auf Umbruch von Grünland und Neu-Ansaat sollte verzichtet werden. Das bestehende Grünland sollte erhalten bleiben und die Artenvielfalt darauf erhöht werden.

In der kommenden Ausgabe der Zeitschrift STARKE PFERDE wird die Studie ausführlich vorgestellt, und Konsequenzen und Lösungsansätze diskutiert.3)

 

Erhard Schroll

Redaktion STARKE PFERDE

 

 

 

 

 

1) Epichloë Endophyte Infection Rates and Alkaloid Content in Commercially Available Grass Seed Mixtures in Europe, Download: https://www.mdpi.com/2076-2607/8/4/498

 

2) Dr. Renate Vanselow: Pferd und Grasland, STARKE PFERDE-Verlag, 2019, ISBN 978-3-947346-03-5, 264 Seiten, 39,90 Euro, https://www.starke-pferde.com/starke-pferde-shop-1/b%C3%BCcher/buch-pferd-und-grasland/#cc-m-product-6830775918

 

3) https://www.starke-pferde.com/starke-pferde-shop-1/abos-hefte-ordner/abo-standard/#cc-m-product-6584620018

 


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