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Erhard Schroll als Herausgeber von STARKE PFERDE mit dem Eisernen-Gustav-Preis der VFD ausgezeichnet

Im Rahmen der PferdeStark 2019 in Dörentrup-Wendlinghausen wurde dem Lemgoer Publizisten und Verleger Erhard Schroll  am 24. August 2019

der "Eisernen Gustav" in der Kategorie "Arbeitspferde" verliehen.

Mit diesem neu geschaffenen Preis möchte die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V. - VFD - die Arbeit mit Pferden als Kulturerbe würdigen.

Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich Erhard Schroll als Herausgeber des internationalen Magazins  STARKE PFERDE und als Mitorganisator der Veranstaltung PferdeStark für einen zeitgemäßen, modernen und tierfreundlichen Einsatz von Arbeitspferden. Über die Jahre hat er ein weit reichendes Netzwerk geknüpft, daran mitgewirkt, die internationale Zusammenarbeit zu stärken und sich in  zahlreichen Veröffentlichungen für das harmonische Zusammenwirken von Mensch, Pferd und Natur stark gemacht.


Foto: Josef Schrallhammer, VFD (li), überreicht Erhard Schroll die Auszeichnung.  Foto: Peter Tendler

Weitere Informationen über den Preis und die erwähnte Initiative unter www.vfdnet.de


EDITORIAL SP 91

Was haben die oben abgebildeten Schwalben im Editorial einer Pferdezeitschrift zu suchen?
Nun, ein erster Bezugspunkt könnte sein, dass die gerade flügge gewordenen Jungvögel sich eine gerade nicht benötigte, an der Wand hängende Spielwaage als sicheren Ort vor unseren Katzen ausgesucht haben. Der zweite: Ihr Nest, das sie kurz zuvor erstmals verlassen haben, liegt nur wenige Meter entfernt in einer der offenen Boxen des Pferdestalls. Viele Schwalben-Generationen haben hier über die Jahre erfolgreich ihre Brut großgezogen und gleichzeitig mit dazu beigetragen, die Pferde vor lästigen Fliegen zu schützen. Unser Bauernhof - auch Heimstätte des STARKE PFERDE-Verlages - ist mittlerweile der einzige Hof in der näheren Umgebung, der eine nennenswerte Schwalbenkolonie beherbergt. Er ist auch der einzige, der noch bewirtschaftet wird. Auch Spatzen, Turmfalken, Hausrotschwänze, Elstern, Krähen  und Tauben - um nur einige zu nennen - fühlen sich hier wohl. Denn: Hier gibt es reichlich Nahrung! Noch!!!
Unsere Tierhaltung mit den Schafen und den Pferden trägt sichtbar dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten - nicht nur die der Fauna. Die größtenteils unversiegelte Hoffläche und die ungepflegten Ränder und „wilden Ecken“ sind ein Paradies für eine Vielzahl von „Unkräutern“ - Pflanzen, die anderswo schon längst weggepflegt wurden und verschwunden sind. Dass eine solche „Ungepflegtheit“ nicht bei allen Zeitgenossen gut ankommt, zeigt das Beispiel des Lindenhofs in Lindewerra, den wir auf Seite 18 vorstellen.

Auch auf unseren Wiesen und Weiden darf so ziemlich alles wachsen, was nicht giftig ist für unsere Tiere. Während man beispielsweise Jakobs-Kreuzkraut gut erkennen und durch vollständiges Ausreißen an der Verbreitung hindern kann, sieht das anders aus bei den Giftpflanzen, die nicht so ins Auge fallen. Ganz heimtückisch ist es, wenn sie sich einfach als „normale“ Gräser tarnen, so wie es Renate Vanselow in ihrem Buch „Pferd und Grasland“ beschreibt (siehe Seite 36).

Glücklicherweise haben wir von unseren Vorgängern altes Dauergrasland geerbt, das ehemals auf wenig ertragreichen oder schwierig zu bewirtschaftenden Standorten etabliert wurde und meist als Kuhkamp aber früher teilweise auch bereits als Pferdeweide genutzt wurde.  Der Anteil „moderner Hochleistungsgräser“ hält sich hier in Grenzen und damit auch die Gefahr, unseren Pferden mit giftigen Pilzen infizierte Gräser zum Fressen anzubieten. Bisher haben wir jedenfalls noch keine gesundheitlichen Auffälligkeiten bei unseren Pferden feststellen müssen, die auf eine mögliche Vergiftung hindeuten.
Außer der Futterversorgung  dient unser Grünland „so ganz nebenbei“ als CO2-Speicher und sein Erhalt ist an sich schon ein wichtiger Beitrag gegen den Klimawandel. Das beschreibt jedenfalls Christiane Trierweiler in ihrem Beitrag auf Seite 32, in dem sie sich mit den Effekten der Pferdehaltung und -nutzung auf das Klima auseinandersetzt. Unsere Arbeitspferde schneiden ihr zufolge bezüglich ihrer Ökobilanz ganz besonders gut ab und erweisen sich als echte Klimaschützer!

Alles gut also am Weißen Weg in Lemgo? Mitnichten! Auch hier gibt es keine Insel der Glückseligen. Um uns herum liegen große, sauber gespritzte, landwirtschaftlich konventionell bewirtschaftete Flächen. Der Blick auf den angrenzenden Wald mit seinen abgestorbenen Fichten und schütteren Buchenkronen ist ernüchternd.
Und wenn ich abends vor das Dielentor trete und die Hofbeleuchtung betrachte, sehe ich - anders als noch vor ein paar Jahren - kaum Insekten um das Licht herumschwirren. Die Schwalben und ihre Fressvorlieben sind sicherlich nicht schuld daran. Eher steht zu befürchten, dass auch sie sich mit dem Verschwinden ihrer Futtergrundlage von hier verabschieden könnten.

Die Erfahrungen mit den aktuellen Wetterextremen, die für jeden auch körperlich spürbar sind, scheinen bei immer mehr Menschen ein Umdenken, zumindest ein Nachdenken, zu bewirken. Vielen ist theoretisch klar: So kann es nicht weitergehen! Auch wir Pferdeleute besitzen nicht den Schlüssel zur Wahrheit. Aber wir haben zumindest EINE mögliche Alternative und können zeigen, dass es auch anders gehen kann. Beispielhaft in dieser Ausgabe: der Holzrücker Karsten Wüstefeld (S. 12), Matthias Weiländer mit seinen Winzern (S. 88) und die Biobauern aus Lindewerra (S. 18) und vom CSA Hof Pente (S. 24).
All diesen Pionieren gilt mein Dank und meine aufrichtige Bewunderung. Auf dass sie viele Nachahmer finden! Damit auch die Schwalben in den nächsten Jahren wieder aus dem Süden zu uns zurückkehren.


In diesem Sinne
viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht
Erhard Schroll


Editorial SP90

 

Liebe LeserInnen!

Laut eines Anfang Mai veröffentlichten Berichts des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) sind in den kommenden Jahren und Jahrzehnten eine Million Arten vom Aussterben bedroht, wenn es zu keinen grundlegenden Änderungen kommt. Die Weltgemeinschaft müsse sich dringend abwenden von wirtschaftlichem Wachstum als zentralem Ziel hin zu nachhaltigeren Systemen, lautet der eindringliche Appell des Berichts.
Auch bei Nutztieren schwinde die Vielfalt: Mehr als neun Prozent der zur Nutzung als Fleischlieferant oder Arbeitstier domestizierten Säugetierrassen waren 2016 bereits  ausgestorben.

Der britische Rare Breed Survival Trust (RBST) befürchtet, dass die einst so bedeutende englische Arbeitspferderasse Suffolk Punch bis 2027 verschwunden sein wird. Auch in Deutschland stehen auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH) unter anderem mehrere Arbeits- und Wirtschaftspferderassen. Als extrem gefährdet gelten das Rottaler Pferd und die Alt-Württemberger, als stark gefährdet das Schleswiger Kaltblut und die Ostfriesen/Altoldenburger. Die Schwarzwälder, die Rheinisch-Deutschen Kaltblüter und das Sächsisch-Thüringische Schwere Warmblut werden in der Liste als „gefährdet“ aufgeführt.

Die aktuell von der FN veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2018  zur deutschen Kaltblutzucht (Seite  72) geben keinen Anlass zum Jubeln. Dennoch: Angesichts der Tatsache, dass es in Deutschland überhaupt noch nennenswerte und relativ stabile Populationen von potentiell nutzbaren Arbeitspferden gibt, ist schon ein großer Erfolg an sich. Möglich ist dies nur, durch den unermüdlichen und oft selbstlosen Einsatz engagierter Züchter, die an ihrer Leidenschaft festhalten, auch wenn es sich finanziell für sie kaum auszahlt. Viele von ihnen werden sich in naher Zukunft altersbedingt zurückziehen und häufig ist die Nachfolge nicht gesichert.
Die Qualität der Kaltblutpferde konnte über die Jahre kontinuierlich erhalten werden und hat sich geänderten Nutzungsbedingungen angepasst. So sind die Kaltblüter besonders durch die wachsende Nachfrage im Freizeitbereich deutlich vielseitiger einsetzbar geworden (siehe auch S. 77). Solange sie dabei aber ihre kaltblütigen Charaktereigenschaften behalten und der Begriff von den gelassenen und umgänglichen „Sanften Riesen“ nicht zum bloßen Mythos wird, solange haben diese Rassen auch eine Zukunft!

Wie die Züchter werden auch die Fuhrleute, Holzrücker und Pferdebauern immer älter und es fehlt an Nachwuchs und beruflicher Perspektive für Neueinsteiger. Auch die Pferdearbeit steht bei uns auf der roten Liste.
Es gibt sie aber schon, „die jungen Wilden“! So war es für mich herzerfrischend, auf der letzten PferdeStark die vielen jungen Gesichter unter den Besuchern aber auch unter den Teilnehmern zu sehen. Auch bei den Lehrgängen, die wir hier bei uns in Lemgo anbieten, ist der Anteil der unter Dreißigjährigen sehr hoch. Es müssen nur noch mehr werden!

Die junge Generation anzusprechen und zu motivieren ist daher die ganz große Herausforderung, der sich sowohl die Vertreter der Züchter als auch die der Fuhrleute stellen müssen.

Angebote wie Jugendcamps und extra für Jugendliche ausgeschriebene Wettbewerbe, wie sie beispielsweise im Mai in Hermannsdorf durchgeführt wurden (S. 68), sind da ein richtiger Weg.  Die Pionierin auf diesem speziellen Gebiet der Kinder- und Jugendarbeit, Conny Döring aus Wabern-Zennern, die schon seit vielen Jahren Jugendlager organisiert bei denen sie die Youngster u.a. im Gespannfahren ausbildet, zeigt, wie es gehen kann. Sie braucht dringend Nachahmer!

Im Rahmen unserer neuen Serie über die Pferdeallmende auf Hof Pente berichten wir in dieser Ausgabe ab Seite 30 darüber, wie dort Kinder und Jugendliche spielerisch an dem Umgang und die Arbeit mit den Pferden herangeführt und damit vertraut gemacht werden - „Kinderarbeit“ im positiven Sinne!

Acker- und Pflügetrainings erleben in letzter Zeit mehr und mehr Zulauf (siehe Berichte auf den Seiten 58 und 62). Meist unter qualifizierter Anleitung können hier interessierte Menschen erste Erfahrungen im Umgang mit Arbeitspferden sammeln. Für die Teilnehmer und deren Pferde sind diese Veranstaltungen eine ideale Gelegenheit, sich ohne Leistungsstress und Druck mit neuen Arbeiten oder Geräten vertraut zu machen. Hier wird auf selbstverständliche Art und Weise Wissen vermittelt,  Erfahrung weitergegeben und Motivation getankt.
Etwas strukturierter und ergebnisorientierter geht es in der Regel bei den zahlreichen Lehrgängen und Kursen zu, die mittlerweile bundesweit angeboten werden (S. 102) und von denen besonders die APRI-Lehrgänge der IGZ auf das Arbeiten mit Pferden maßgeschneidert sind. Neben der reinen Wissensvermittlung sollte jedoch auch hier der Spaß nicht zu kurz kommen.
Wenn es uns gelingt, die Freude, die wir selbst an und mit unseren Pferden haben, auf die Jugend zu übertragen, ist vieles erreicht. Wir müssen überzeugend sein!

Doch selbst wenn wir - bei bester Stimmung und Laune - unsere Hausaufgaben gemacht haben, bleibt die Frage der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ein „Weiter so“ wie bisher, darf es laut Weltbiodiversitätsrat jedenfalls nicht geben!

 

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht

Erhard Schroll


Editorial SP 89

 

Liebe Leserinnen und Leser!

Es kann sich wohl keiner von uns davon freisprechen, oft vorschnell über etwas zu urteilen und sich eine Meinung zu einer Sache zu bilden, die sich dann auf den zweiten Blick und nach reiflichen Überlegungen vielleicht doch in ganz anderem Lichte präsentiert. Dabei lassen wir uns anfangs leicht von Äußerlichkeiten beeinflussen und „greifen zu“, wenn etwas einem vertrauten Klischee entspricht.
Feuer und Rauch beispielweise wirken - anders als eine Injektionsnadel und ein Hightech-Chip - bedrohlich, und wecken in uns Urängste. Nur logisch also, dass das sogenannte „Fohlenbrennen“ von vielen einfach als grausam und tierquälerisch empfunden wird. Obwohl selbst wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Ergebnis kommen, dass das Schmerzaufkommen beim Schenkelbrand nicht höher einzuschätzen sei als beim Scheren eines Pferdes (siehe SP 58, S. 11) und es beim Chippen auch immer wieder  zu gesundheitlichen Komplikationen kommt, haben sich nun Tierschützer und -rechtler durchgesetzt: Das Setzen von Brandzeichen ist seit diesem Jahr verboten! Siehe hierzu den Beitrag auf Seite 9.

Auch beim  Thema „Gebissloses Arbeiten und Fahren“ sind wir schnell geneigt, unsere geistigen Schubladen nur kurz zu öffnen, um dann ganz schnell unsere Meinung darin fest zu verschließen. Für die einen sind Pferde ohne Trensengebiss „nackt“  und „unregierbar“, und sicheres Fahren ohne Gebiss oder Kandare ist für sie nicht möglich; für die anderen sind Metall-Gebisse oder gar  Kandaren  „Folterinstrumente“, die den Pferden Schmerz zufügen und sie zum Gehorsam zwingen.
In unserer neuen Serie wollen wir versuchen, die Schubladen wieder zu öffnen und die
verschiedenen Zäumungsarten vorstellen,  deren Wirkungsweisen analysieren und auf ihre jeweilige Eignung zum Arbeiten und Fahren hin untersuchen. Wir wollen sowohl Fachleute und Praktiker zu Wort kommen lassen als auch rechtliche und versicherungstechnische Fragen erörtern und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorstellen und diskutieren. Ziel ist es, herauszufinden, welche Art von „Lenksystem“ für welche Einsatzzwecke geeignet sein könnte. Start der Serie ist auf Seite 30.

Ob nun beim „Fohlenbrennen“, bei der Verträglichkeit der Zäumung oder ganz einfach beim Umgang und täglichen Arbeiten: in allen Fällen ist es für die Pferdebesitzer wichtig, zu erkennen, was ihre Pferde dabei empfinden. Haben sie Stress damit oder leiden sie gar unter Schmerzen? Ist es ihnen gleichgültig und nehmen sie es einfach so hin? Mehrere wissenschaftliche Arbeiten und Veröffentlichungen beschäftigen sich mit dem Thema „Gefühle beim Pferd“, deren Ergebnisse wir ab Seite 84 zusammenfassend vorstellen und versuchen, der Frage nachzugehen, ob und wie man den Gefühlszustand unserer vierbeinigen Arbeitspartner anhand ihres Verhaltens, ihrer Mimik oder Körperhaltung erkennen und interpretieren kann.
 
Auch wenn gleich in zwei Beiträgen dieser Ausgabe die Autoren den Eindruck erwecken könnten, „das hohe Lied“ auf historische Pferdezuggeräte zu singen (S. 22 und 111), wollen wir in STARKE PFERDE grundsätzlich daran festhalten, die Zukunft der Pferdearbeit nicht auf dem Schrottplatz oder versteckt in noch nicht entdeckten Scheunen zu suchen, sondern in der Entwicklung und Förderung neuer, moderner  und leistungsfähiger Technik, die gleichzeitig ein Höchstmaß an Pferdefreundlichkeit bietet. Wir freuen uns daher über jeden Hinweis aus der Leserschaft zu neuen Ideen, innovativen Entwicklungen oder Verbesserungen bestehender Geräte, Werkzeug, Geschirre oder Zubehör. Einen Bericht über die aktuelle Lage eines amerikanischen Pferdezuggeräteherstellers und dessen neueste Produkte finden Sie auf Seite 26. Einen ausführlichen Bericht über die nun mehrjährige Erfahrung mit den modernen I&J-Pferdemähwerken haben wir für die nächste Ausgabe vorgemerkt.

Unser Kaltblut-Hengstverteilungsplan dominiert wie jedes Jahr diese Frühjahrsausgabe. Er ist seit 2002 fester Bestandteil dieser Zeitschrift, dokumentiert seitdem den Kaltbluthengstbestand in Deutschland auf eindrucksvolle Art und Weise und stellt in seiner Gesamtheit ein einzigartiges Nachschlagewerk der deutschen Kaltblutzucht dar.

Durch das Aufstocken der Seitenzahl von 108 auf 124 Seiten haben wir reichlich  Platz gefunden für viele weitere interessante Artikel und Beiträge.
Wir hoffen, dass für jeden wieder etwas Passendes dabei ist.

Viel Spaß beim Lesen wünschen
Erhard Schroll
und das Team vom STARKE PFERDE-Verlag


Liebe Abonnenten und STARKE PFERDE-Freunde,


aktuell sind wieder eine Menge Spam-Mails unterwegs. Auch im Namen der STARKE PFERDE-Aboverwaltung wurden solche Fake-Mails versendet, mit der Bitte, eine Rechnung zu bezahlen.
! ! ! DIESE NACHRICHTEN SIND NICHT VON UNS ! ! !

Aborechnungen werden von uns wie gewohnt erst Mitte Januar versendet. Die Fake-Mails erkennt ihr an den 0331-Nummern, die als Kontakt angegeben werden. Solltet ihr euch unsicher sein, kontaktiert uns gern unter unserer richtigen Nummer 05261-927 926 oder unter abo@starke-pferde.de

Eure Daten sind bei uns nach wie vor sicher - der Virus hat sich keinen Zugang zu unseren Computern verschafft.

Eine fröhliche Weihnachtszeit wünscht euer Verlag STARKE PFERDE

 

Mehr zum Thema hier: https://www.t-online.de/digital/id_84946646/spam-kampagne-so-schuetzen-sie-sich-vor-dem-banking-trojaner-emotet.html



STARKE PFERDE betreibt am 17. November bei der NRW-Kaltblutkörung in Wickrath (Schloss Wickrath, MG-Rheydt) gemeinsam mit der IGZ NRW in der großen Reithalle wieder einen Info- und Bücherstand . Verein und Verlag gehören seit Jahren zu den Sponsoren dieser Veranstaltung, die jährlich im Wechsel in Wickrath und Münster-Handorf stattfindet.  Frau Dr. Annette Harbers wird ab 11 Uhr am Stand ihr Buch über das Rheinische Landgestüt Wickrath und präsentieren.

Wir freuen uns auf Euren Besuch!


Editorial SP87 - Preisanpassung nach mehr als zehn Jahren

Mehr als zehn Jahre ist es nun her, dass wir zuletzt die Preise für die STARKE PFERDE erhöht haben - zehn Jahre und gefühlte 20 Portoerhöhungen durch die Deutsche Post. 2008 kostete die Briefmarke für einen Standardbrief noch 55 Cent, für 2019 sind jetzt 80 Cent im Gespräch. Analog dazu verlief auch die Entwicklung bei Großbriefen,  Streifbandzeitungen, Pressepost usw. Viele andere Beispiele, die unmittelbar mit der Erstellung und dem Vertrieb dieser Zeitschrift zu tun haben, ließen sich hier auflisten. Alles zusammen führt dazu, dass wir die Preise für die STARKE PFERDE der Entwicklung der allgemeinen Lebenshaltungskosten anpassen und die Preise leider erhöhen müssen. Dafür bitten wir um Verständnis.
Das Einzelheft wird ab 2019 am Kiosk und im Einzelverkauf 8,- Euro, statt bisher 7,- Euro kosten.

Abo jetzt auf Einzug umstellen und sparen!
Jedes Mal aufs Neue freuen wir uns über das tolle Feedback, welches wir von Ihnen erhalten! Die netten persönlichen Kontakte am Telefon und per Mail sowie die stetige Verbesserung unserer Angebote für Sie sind uns sehr wichtig. Um diese auch in Zukunft gewährleisten und weiter ausbauen zu können, möchten wir Sie heute bitten, Ihr Abonnement auf die Zahlung durch Einzug umzustellen. Nicht nur für Sie bequemer, bietet diese Variante für uns eine deutliche Arbeitserleichterung, sodass wir unsere Arbeitsressourcen noch mehr auf den Service und tolle neue Projekte für Sie ausrichten können.
Ihre Unterstützung möchten wir belohnen: Für alle Abonnenten, die ihre Zeitschrift im Lastschriftverfahren bezahlen, wird sich im nächsten Jahr noch nichts ändern; die Preiserhöhung kommt für sie erst in 2020 zum Tragen. Wer in diesem Jahr noch von Rechnungszahlung auf Einzug umstellt, kann daher Geld sparen und uns gleichzeitig  die Arbeit erleichtern.

Ab 2019 gelten für die STARKE PFERDE folgende Preise:

  • Abonnement „Einzug“: 28,- Euro (für 2019), 30,- Euro (ab 2020);
  • Abonnement „Rechnung“: 32,- Euro;
  • befristetes/Geschenk- Abo: 34,- Euro;
  • Einzelheft im Handel (D): 8,- Euro;
  • Abonnement Ausland: 37,- Euro.

Für Ihre Umstellung auf Einzug genügt eine kurze Mail mit Ihrer Kundennummer und IBAN (Ausland auch BIC) an verlag@starke-pferde.de. Selbstverständlich können Sie dafür auch das abgeänderte Postkarten-Formular zur Abo-Bestellung in der Heftmitte verwenden. Wir freuen uns auf viele weitere Ausgaben mit Ihnen und für Sie!

Ihr Team vom
STARKE PFERDE-Verlag



Schnappschuss von unserem Info- und Verkaufsstand anlässlich der Deutschen Holzrückemeisterschaften  am 22. und 23. September in Reuden/Anhalt.


"Sie findet statt! Wir freuen uns auf die PferdeStark 2019! Zahlreiche Freunde und Förderer der Arbeitspferde haben mit ihren Spenden den Grundstein dafür gelegt, dass..." - die ganze Pressemitteilung der IGZ NRW gibt es unter: https://ig-zugpferde-nrw.jimdofree.com/aktuelles/

 

Weitere News zur Veranstaltung PferdeStark

gibt es ständig unter:

www.pferdestark.de

www.facebook.de/pferdestarkOWL


Vom 24. bis 27. August 2018 residierte der STARKE PFERDE-Verlag auf dem Veranstaltungsgelände "Norre Vosborg" in Vemb, Dänemark!

 

Neben verschiedenen Show-Einlagen, Wettbewerben im Traditionsfahren und Treck-Reiten fanden auf der parkähnlichen Anlage die Europameisterschaften im Holzrücken und Pflügen statt.

 

 

 

Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung erwartet euch in der STARKE PFERDE-Winterausgabe Nr. 88!

 



Editorial SP 86

Der Unfall beim Kölner Karneval hat mich und sicherlich auch viele unserer Leser bewegt und für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Zu den Reaktionen in manchen Medien und zu den Angriffen und Anfeindungen, denen Karnevalsfuhrleute und -reiter ausgesetzt waren, möchte ich mich hier nicht weiter äußern, zu groß wäre die Gefahr, selbst in Polemik und Unsachlichkeit abzudriften, und davon hatten wir bereits genug gesehen, gehört und gelesen. Der treffenden und sachlichen Stellungnahme der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland - VfD, die wir auf Seite 12 veröffentlichen, habe ich deshalb nichts hinzuzufügen.
Sehr wohl aber zu einem Pressebericht der sogenannten TierRECHTSorganisation PETA, die im Zusammenhang mit dem Karneval steht und in der die Desensibilisierung von Pferden als „tierquälerische Trainingsmethode“ bezeichnet wird (www.peta.de/karneval).
Desensibilisierung bedeutet bei Pferden nichts anderes, als sie gelassener zu machen, ihre Reizschwelle gegenüber bestimmten Reizquellen anzuheben und sie nach und nach daran zu gewöhnen. Zu diesen Reizquellen gehören Lärm, Autos, Radfahrer, Verkehr, aber auch raschelnde Äste oder ein weggeworfenes Stück Papier am Wegesrand und auch der Mensch selbst und sein Verhalten.
Die Desensibilisierung fördert das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Pferd und ermöglicht erst die Kommunikation und Arbeit mit dem „Flüchtling“ Pferd.
Vom PETA-Standpunkt aus ist aber jegliche  Nutzung von Pferden zu Reit- oder Fahrzwecken eine Tierquälerei und gehört verboten (Dr. Dieter Haferbeck, PETA-Deutschland, am 29.3.2015 im WDR). Daher ist es nur logisch, eine Ausbildung zu diskriminieren, die Pferden ein weitgehend stressfreies Arbeiten ermöglicht, und bei der es sich tatsächlich um praktischen und angewandten Tierschutz handelt.

Für einen Tierschutz, der  den Tieren zugutekommt, aber auch die Menschen, die mit ihnen umgehen, einbezieht, treten Vereinigungen wie World Horse Welfare oder The Donkey Sanctuary ein. Es handelt sich dabei um zwei große englische Charitys - gemeinnützige Stiftungen -, die weltweit operieren und Tierschutz auch als Beitrag zur Entwicklungshilfe verstehen.  Sie verteufeln die Nutzung von Tieren nicht, sondern fordern und fördern deren tiergerechte und freundliche Behandlung. In diesem Frühjahr haben sich nun Vertreter dieser beiden „Global Player“ mit Vertretern der Europäischen Zugpferdeföderation FECTU getroffen, eine Zusammenarbeit vereinbart und bereits ein erstes gemeinsames Projekt aus der Taufe gehoben. Mehr dazu erfahren Sie ab Seite 88.

Ein Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist wieder einmal die Waldarbeit mit Pferden, dieses Mal aber aus der Sicht Holz rückender Frauen. Mehrere Pferderückerinnen berichten von ihren Erfahrungen und Herausforderungen, mit denen sie im Wald konfrontiert werden. Den spannenden Bericht mit vielen Portraits und Interviews finden Sie ab Seite 16.
Eine weitere Frau steht im Mittelpunkt einer Recherche, die den Autor bis nach Griechenland geführt hat: Hildegard-Friderun Papavassiliou, geborene Kolb. Die Liebe zu den Kaltblütern hat ihr ganzes Leben geprägt und sie war es, die 1980 das erste deutschsprachige Buch veröffentlicht hat, das sich in der Nachkriegszeit ausschließlich den Kaltblutpferden widmet. Dennoch ist sie für die Meisten eine Unbekannte. Ab Seite 44 machen wir Sie mit ihr bekannt.
Gift im Pferdefutter!? - Pferdehalter werden sofort hellhörig und denken an verunreinigten  Hafer, an Fertigfuttermischungen, bei denen gesundheitsschädigende Inhaltstoffe nachgewiesen wurden oder an Heu mit Anteilen von Jakobskreuzkraut. Unser Bericht ab Seite 66 rückt aber eine Futtermittelquelle in den Mittelpunkt, die bisher eher als unverdächtig galt: das Grasland. Lesen Sie, wie die zunehmende Intensivierung der Grünlandnutzung und die Verbreitung moderner, leistungsfähiger Gräser der Pferdegesundheit zunehmend Probleme bereiten.
Die Frage, wohin uns der Wandel in der Landnutzung und der Landwirtschaft mit ihrer fortschreitenden  Industrialisierung führt,  treibt auch Wolf-Dietmar Unterweger um. Der Fotograf und Buchautor beschreibt in seinem Lebenswerk „Die Bauern“ eine Welt  der nachhaltigen, lebendigen, kleinbäuerlichen Landwirtschaft, die zunehmend dem Fortschritt zum Opfer fällt. Lassen Sie sich beeindrucken von tollen Fotos und dem zum Nachdenken anregenden Text (ab Seite 58).

Dies alles und vieles, vieles  mehr finden Sie hier in unserer Sommerausgabe von STARKE PFERDE!

Viel Spaß beim Lesen,

Erhard Schroll


Hochbetrieb herrscht zurzeit im STARKE PFERDE-Verlag. Jetzt, so kurz vor Weihnachten, werden Bücher, Zeitschriften und DVDs zeitnah nach Bestellungseingang verpackt und versandfertig gemacht, damit sie rechtzeitig am 24. Dezember auf dem Gabentisch liegen können . Neu ist unser SP-Internet-Shop, in dem Sie ausgewählte Artikel unseres Verlagsangebot bequem bestellen und bezahlen können. Der Versand erfolgt dann umgehend. JETZT BESTELLEN!


Liebe LeserInnen,

liebe Freunde von STARKE PFERDE!

Beim Blick in das Inhaltsverzeichnis unserer Winterausgabe werden Sie rasch feststellen, dass diese Ausgabe eine so große Fülle von Artikeln,  Beiträgen und Berichten birgt, wie wir sie schon lange nicht mehr hatten. Die Kaltblut- und Arbeitspferdeszene ist bunt und sie lebt! Einen Schwerpunkt stellt aber die PferdeStark-Veranstaltung dar, der wir in diesem Heft - wie alle zwei Jahre wieder in unseren Winterausgaben - etwas mehr Platz einräumen (ab Seite 38). Allein die Zahl der STARKE PFERDE-Leser unter den Besuchern und Aktiven mag wohl in die Tausende gehen, von daher halten wir es für angemessen, dieses einzigartige Event besonders hervorzuheben.
In den letzten Wochen und Monaten hat es im STARKE PFERDE-Verlag einige Änderungen gegeben. Unsere zuverlässige, langjährige Abo-Verwalterin, Helga Kuchenbecker, deren Stimme viele vom Telefon her kennen dürften, ist im Herbst in den Ruhestand gegangen. Ihr ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit! Mit Theresa Hiemesch verstärkt nun eine junge Agrar- und Pferdewissenschaftlerin unser Team, das mit Ilona Ehlert, Karla Ebert und Dr. Christiane Trierweiler sehr gut aufgestellt ins neue Jahr geht.

Wir möchten uns bei allen Unterstützern, Anzeigenkunden und bei Ihnen, liebe Leser, für Ihre Treue bedanken und wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest, ein gutes neues Jahr und viel Spaß beim Lesen!

 

 Redaktion und MitarbeiterInnen von STARKE PFERDE